Regie: Rosa von Praunheim
DE 2005, 90 Min., OmU
Wie passt Homosexualität mit rechtsextremer Gesinnung zusammen? Rosa von Praunheim begleitet schwule Männer aus der rechten und neonazistischen Szene und konfrontiert sie mit dem Widerspruch zwischen ihrer sexuellen Identität und einer Ideologie, die Minderheiten verfolgt. Im Mittelpunkt stehen Männer, die sich mit Männlichkeit, Uniformen und nationalistischen Vorstellungen identifizieren, aber auch Aussteiger und Historiker, die den Blick auf die Vergangenheit richten. Dabei erinnert der Film an schwule Nationalsozialisten wie Ernst Röhm und Michael Kühnen und fragt nach den Mechanismen von Zugehörigkeit und Ausgrenzung. Mit nüchternem Blick und provokanter Direktheit untersucht Praunheim ein verstörendes Spannungsfeld zwischen Sexualität, Macht und Ideologie.