Monika Hempel – 2024, Verlag Reiffer
Singender Weltraumroboter, galaktischer Pierrot, ein Wesen vom anderen Stern: Klaus Nomi wurde von den Medien gern als Außerirdischer stilisiert. Tatsächlich entzieht sich der Künstler jeder Gender- und Genrezuordnung und wirkt wie ein Hybrid aus Mensch, Maschine und Marsianer. Mit Leichtigkeit verbindet er Barockoper, 1960er-Pop und New Wave, vom frostigen »Cold Song« bis zum ironisch-infernalischen »Total Eclipse«. Trotz nur zweier zu Lebzeiten veröffentlichter Alben ist sein Einfluss vierzig Jahre nach seinem frühen AIDS-Tod in nahezu allen Kunstsparten spürbar. Die Lesung wird durch Videomaterial ergänzt, darunter ein historisches Video von Klaus Nomi, gedreht von Lutz Eisholz.