Buch & Film

JEANINE MEERAPFEL + Film DER DEUTSCHE FREUND

JEANINE MEERAPFEL

Lea Wohl von Haselberg (Hg.) - 2025, edition text+kritik

 

Jeanine Meerapfel ist eine der wichtigsten Autor- Regisseurinnen der Bundesrepublik. Migration und Mehrsprachigkeit, Heimatverlust und -suche sowie weibliche und jüdische Perspektiven prägen ihre Filme. Der Band widmet sich den Bezügen zu Lateinamerika, den Auseinandersetzungen mit bundesrepublikanischer Gegenwart, Generationenverhältnissen und dem Umgang mit Erinnerung in den Filmen Jeanine Meerapfels, begleitet von einem biografischen Porträt und einem Gespräch mit der Filmemacherin über ihre filmische Arbeit. Ihr Werk entzieht sich einer allzu einfachen Kategorisierung und erzählt in poetischen Bildern immer auch von der Schönheit des Lebens.

 

Im Anschluß zeigen wir den Film DER DEUTSCHE FREUND (2012)

 

Gäste: Jeanine Meerapfel & Lea Wohl von Haselberg 

 

DER DEUTSCHE FREUND

Regie: Jeanine Meerapfel
DE / AR 2012, 104 min., OmU, FSK: 12
Mit: Celeste Cid, Max Riemelt u.a.

 

Sulamit, Tochter jüdischer Emigranten aus Deutschland, wächst im Buenos Aires der 50er Jahre auf. In unmittelbarer Nachbarschaft leben hier Juden und Nazis, aus Europa geflohen und in der Fremde erneut zusammengeworfen. Als junges Mädchen trifft Sulamit auf Friedrich, einen deutschen Jungen, der mit seiner Familie im Haus direkt gegenüber wohnt. Zwischen den beiden entsteht schon bald eine ungewöhnliche Nähe.Als Friedrich erkennt, dass sein Vater ein SS-Obersturmbannführer war, bricht er mit seiner Familie und geht nach Deutschland, um sich mit seiner Herkunft auseinanderzusetzen. Bald wird er sich der deutschen Studentenbewegung anschließen. Sulamit folgt ihm wenige Jahre später und muss feststellen, dass sein politisches Engagement keinen Raum für ihre Liebe lässt. 

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