ZWÖLF STÜHLE

Regie: Ulrike Ottinger

DE 2004, 198 Min., OmU, FSK: 6

Mit: Georgi Delijew, Genadi Skarga u.a.

 

Auf dem Sterbebett vertraut eine alte russische Aristokratin ihrem Schwiegersohn ein streng gehütetes Geheimnis an. In einem der 12 Stühle ihrer alten, nach der Revolution enteigneten Salongarnitur hatte sie ihren wertvollen Juwelenschmuck versteckt. Ihr Schwiegersohn, der ehemalige Adelsmarschall und Lebemann Ippolit Matwejewitsch Worobjaninow, der als Standesbeamter in einem Provinznest sein Leben fristet, begibt sich unverzüglich auf die Suche nach dem Schatz. Die 12 Stühle sind inzwischen im ganzen Land verstreut. Schon auf der ersten Station heftet sich Ostap Bender an seine Fersen, ein gewitzter, buntscheckiger Gauner, der die Jagd nach den Brillanten energisch an sich reißt.

 

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ilja Ilf und Jewgeni Petrow und verknüpft in spektakulärer Weise die Dramaturgie einer Schatzsuche und Verfolgungsjagd mit einer dichten Bilderwelt von Personen und Orten z.B. Krim und Odessa. Er erzählt zugleich von gestern und heute, von der Realität der Menschen in den GUS-Staaten und vom Allgemeinmenschlichen unseres eigenen Handelns. Große gesellschaftliche Utopie vermischt sich so mit der individuellen Hoffnung auf das ganz persönliche Glück, sei es durchs Geld oder in der Liebe. 

 

Einer der wichtigsten Filme in der Filmographie von ULRIKE OTTINGER.

 

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