BuchMittwoch: JÜDISCHER FILM

JÜDISCHER FILM

Ein neues Forschungsfeld im deutschsprachigen Raum

Lea Wohl von Haselberg

Lucy Alejandra Pizana Pérez (Hg.)

edition text+kritik

 

In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung, Berlin

 

"Jüdischer Film" hat sich als Forschungsfeld im englischsprachigen Raum bereits an der Schnittstelle zwischen Jüdischen Studien und Film- und Medienwissenschaft formiert. Fragen der audiovisuellen Repräsentation jüdischer Erfahrung und Geschichte stehen neben Studien zu jüdischem Filmschaffen oder filmischer Erinnerung an die Shoah. In Deutschland steht diese Entwicklung noch ganz am Anfang. 2020 fand in Potsdam das interdisziplinäre Blankensee Colloquium Jüdischer Film statt und machte den im deutschsprachigen Raum noch kaum strukturiert erschlossenen Forschungsbereich ›Jüdischer Film‹ erstmalig zum Gegenstand interdisziplinärer Diskussionen. Anschließend zeigen wir den Film WIR KÖNNTEN GENAUSO GUT TOT SEIN von Natalia Sinelnikova.

 

WIR KÖNNTEN GENAUSO GUT TOT SEIN

Regie: Natalia Sinelnikova

DE / RU 2022, 93 Min., FSK: 12

Mit: Ioana Iacob, Pola Geiger, Jörg Schüttauf

 

Eine Geschichte über Zugehörigkeit, das Ringen um Wahrheit und die Macht der Angst. Das Hochhaus am Waldrand ist bekannt für seine sorgfältig ausgewählte Hausgemeinschaft. Als ein Hund verschwindet und ihre Tochter sich weigert, das Bad zu verlassen, stellt sich die Sicherheitsbeauftragte Anna einem Wettkampf gegen die zunehmend absurdere Angst, die sich unter den Bewohner*innen ausbreitet. Die Utopie mit Waldblick gerät schleichend aus den Fugen. Natalia Sinelnikovas Arthouse-Debüt mit Lust am Genre ist ein absurdes Drama mit Genre-Elementen von Satire, Social Thriller und schwarzer Komödie.

 

Gäst*innen: Lea Wohl von Haselberg, Lucy Alejandra Pizana Pérez, Natalia Sinelnikova, Julia Wagner

Druckversion | Sitemap
© Kulturspedition UG