Überleben in Neukölln

Regie: Rosa von Praunheim & Markus Tiarks

D 2017, 82 min., FSK 12

 

Mi 29.11. – 20:00: Filmgespräch mit Rosa von Praunheim, Juwelia, Markus Tiarks

Im Zentrum des Films steht Stefan Stricker, der sich Juwelia nennt und seit vielen Jahren eine Galerie in Berlin-Neukölln betreibt. Hier lädt er an den Wochenenden Gäste ein. Juwelia war ihr Leben lang arm und sexy. Sie ist Clown, Philosoph und Überlebenskünstler und immer noch ein Geheimtipp. Neben Juwelia treffen wir die 89 jährige Frau Richter, die im Alter von 50 Jahren nach Neukölln zog, um hier mit einer Frau glücklich zu werden. Wir treffen den androgynen kubanischen Sänger und Tänzer Joaquin la Habana, der mit seinem Mann zusammenlebt. Wir treffen Mischa Badasyan aus Russland, einen Performancekünstler, der es sich zur Pflicht machte, ein Jahr lang jeden Tag mit einem anderen Mann Sex zu haben. Und wir begegnen der syrischen Sängerin Enana, die nach ihrer dramatischen Flucht nach Berlin hofft, ein freieres Leben führen zu können, als Frau und als Lesbe. Patsy l‘Amour la Love veranstaltet die „Polymorphia“ Party- und Diskussionsreihe und bezeichnet sich selbst als Polittunte. Neukölln war immer ein armer, proletarischer Bezirk mit viel Kriminalität. Seit fünf Jahren entwickelt sich Neukölln zum Hipster-Bezirk und Mekka für Spekulanten. Der Film ist ein Zeugnis eines Bezirks, der bald seine Künstler, die sich die Mieten nicht mehr leisten können, vertreiben wird...

 

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